Paydirekt liegt unter Plan

Paydirekt

Paydirekt-Pläne: „Händler sind wichtig“.

Aktuell akzeptieren zehn Händler das neue Online-Zahlverfahren der deutschen Kreditwirtschaft. Nach den internen Plänen sollten es eigentlich schon 19 Webshops sein. Wenige Wochen nach dem Start laufen die Banken ihren Zielen hinterher. Viele Kunden, etwa der jüngst an Bord gekommenen Commerzbank, fragen sich, wo kann ich mit Paydirekt überhaupt bezahlen?

Aufgrund der vielen Google-Suchanfragen („paydirekt Händler“), die inzwischen auch auf diese Seiten gespült werden, hier mal als Leser-Service die aktuelle Liste, der Webshops, bei denen man mit Paydirekt zahlen kann (Stand: 27.11.2015):

Alternate, Computer und Unterhaltungselektronik

d-living, Einrichtungsbedarf, Bünting-Gruppe (ins. auch Dartscheiben)

Flyermaschine, Online-Druckerei

Froschladen, Reinigungsmittel-Herstellershop von Erdal

Haribo, Süßwaren-Herstellershop

Markenmall, Sammelsurium-Markenherstellershop von Brandt bis Uncle Ben’s

Sport Tiedje, Onlineshop für Fitnessgeräte

Nicht die erste Wahl im Haribo-Shop.

Paydirekt: Nicht gerade die erste Wahl im Haribo-Shop.

Office direkt, wird von Paydirekt als Händler angeführt, tatsächlich handelt es sich aber um einen Fulfilment-Dienstleister u.a. von – genau – den Herstellerwebshops Froschladen und Haribo. Darüber hinaus betreibt Office direkt seit diesem Monat die „Markenmall“, ein Gemischtwarenwebshop von knapp 30 Markenherstellern – von Balisto über M&M bis hin zu Wurzner Feingebäck. Man ahnt, wer die nächsten Paydirekt-Partner werden – und liegt damit richtig: Der Shop von Diamant Zucker und der Knabbershop von Intersnack (Funny Frisch, Chio, Ütje) sind seit heute neu dabei – alles „Office direkt“-Kunden. Tippe mal, dass der Knuspershop von Brandt bzw. „Office direkt“ einer der nächsten Paydirekt-Partner wird. Ebenfalls seit heute verkündet die Website von Paydirekt ein Musikhaus Korn als neuen Partner, auf dessen Shop steht aber bei den Bezahloptionen (Stand Heute) noch nichts davon.

Wenn man gemein wäre, würde man sagen, alle Shops haben eines gemein: man hat noch nie etwas von ihnen gehört.

Auch Alternate empfiehlt Alternativen.

Schwarzseher: Alternate empfiehlt zu Paydirekt-Start Alternativen.

Mit zehn Händlern, fünf davon über ein und denselben Dienstleister eingebunden, liegt das ePayment-Projekt weit hinter den eigenen Zielen, die zudem mit 19 Shops bis zum 3. November nicht einmal hochgesteckt waren (siehe Grafik). Meine Vermutung: An den „technischen Voraussetzungen“ wird es nicht gescheiert sein, oder!? Bleiben die „kaumännischen“. Bin gespannt, wie es weitergeht.

Immerhin hat man die Partnershops auf der Paydirekt-Homepage seit heute verlinkt – vermutlich hat eine SEO/SEM-Experte eines der Shops drum gebeten („Hallo, wir sind hier im Neuland Internet, könnt ihr uns bitte mal verlinken?“). 🙂

„Und es werden immer mehr“, steht übrigens ebenfalls seit heute unter den Partnershops auf der Homepage, nicht mehr „Und es werden täglich mehr“. Wie Paydirekt-Geschäftsführer Niklas Bartelt in diesem Interview mitteilt, führt man mit der Metro (Redcoon, Saturn, Media Markt) noch Gespräche. Ich hatte fälschlich gedacht und geschrieben, die Düsseldorf hätten schon unterschrieben.

Paydirekt

Flattr this!

Ein Gedanke zu “Paydirekt liegt unter Plan

  1. Pingback: FinTech Podcast #035 – FinTech PR – Paymentandbanking.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *