Sparkassen starten mobil durch

Handy-Zahlung: Wer es bei Aldi schafft, der schafft es überall.

Die gute alte „EC-Karte“ betritt das digitale Zeitalter. Am morgigen Montag um 9 Uhr werden die Bankleitzahlen von 308 der 385 Sparkassen für die App „Mobiles Bezahlen“ freigeschaltet. Sparkassen-Kunden können ihre Girocard (früher: „EC-Karte“) mit der App ins Handy packen und dann überall dort, wo „Girocard kontaktlos“ akzeptiert wird, mit ihrem Smartphone bezahlen.

Auch die Volks- und Raiffeisenbanken starten noch im August großflächig mit ihrer „Girocard Mobil“-Lösung. Die beiden Institutsgruppen verfügen in Deutschland mit Abstand über die größten Marktanteile im Girokontengeschäft. Sie wollen den „Mobile Payment“-Zug nicht verpassen und das Feld Apple, Google & Co. nicht kampflos überlassen.

Kommt nun der lang herbeigeschriebene erwartete Durchbruch für mobiles Bezahlen in Deutschland? Ein Praxistest und der Versuch einer Einschätzung.

Vorbemerkung: Ich gehöre zu den Skeptikern. 2013 habe ich hier einen Blogbeitrag unter dem Titel „Vergesst Mobile Payment“ gepostet. Davor habe ich gut sechs oder sieben Jahre lang als Fachjournalist für Handelsthemen einmal jährlich den Durchbruch für „Mobile Payment“ verkündet.

Ausgangssituation: Vergangene Woche habe ich die App mit dem nüchternen Namen „Mobiles Bezahlen“ der Sparkassen schon einmal vorab testen dürfen. Wenn ein Ansatz in Sachen mPayment vielversprechend ist, dann das Projekt, die Girocard ins Handy zu bringen.

Die Karte und die dahinterstehenden Institute genießen bei den Verbrauchern großes Vertrauen. Im Handel ist die NFC-Infrastruktur auch für die Girocard inzwischen sehr gut ausgebaut. Gebühren und das Thema „Datenhoheit“ sind bei beim deutschen Debitkartensystem aus Handelssicht die Benchmark für alle anderen Verfahren.

Der Praxistest zur „Mobiles Bezahlen“-App

In drei Schritten wird die Girocard virtualisiert. (Grafik: S-Payment)

Teststart: Die Girocard und auch die Mastercard-Kreditkarte der Sparkasse in die App „Mobiles Bezahlen“ zu bekommen, funktioniert so einfach, schnell und intuitiv, dass ich mich kaum noch daran erinnern kann, wie es geschah. App installieren, mit dem „Online Banking“-Zugang anmelden, Karte auswählen und einmal per PushTAN (2. App) bestätigen. Das ist alles. Die Kartendaten liegen per Host Card Emulation (HCE) in der Cloud, nicht auf dem Handy.

Ich musste zum Test ein Girokonto bei der Förde Sparkasse anlegen. Eines der zehn Pilot-Institute, die schon Anfang Juli live gingen. Auch diesbezüglich brauchen sich die Roten vor N26 & Co. nicht verstecken. Dank Video-ID per „IDnow Ident“-App geht das vom Sofa aus in wenigen Schritten.

An der Kasse: Ich habe vor 100 Jahren mal auf einer Presseveranstaltung von Visa eine NFC-Smartphone-Zahlung gemacht. Damals musste man dazu noch zu Starbucks pilgern, weil sonst niemand NFC-Kartenterminals am Start POS hatte. Das ging rapp-zapp. Handy drauf fertig. Diesmal war es nicht so einfach. Ich hatte Startschwierigkeiten. Vielleicht lag es an meinem Equipment.

Handyhülle als Hindernis

Da ich selbst ein iPhone besitze, (das bekanntlich nur ApplePay kann, weil Apple die NFC-Schnittstelle skandalöser Weise nicht freigibt) musste ich für den Test auf ein altes Android-Handy „Galaxy S6 Edge“ zurückgreifen.

Was ich offenbar unterschätzt habe: das Handy ist mit einer stabilen Kunststoff-Handyhülle geschützt. Die ersten Zahlungsversuche scheiterten daher offenbar, weil die Samsung-Hülle den NFC-Funkverkehr störte. Es wurde keine Karte vom Terminal erkannt.

Offenbar stehe ich mit dem Problem nicht ganz alleine da. Denn in einer munteren Twitter-Konversation zum Thema „Handy/Hülle/NFC/Antennenposition“ erfuhr ich zum einen, dass das Problem in der Payment-Community durchaus bekannt ist und die Sparkassen zum anderen an einer Info-Grafik arbeiten, um den Nutzern zu veranschaulichen, wie es zwischen Handys und Terminals am besten funkt, sprich: wo die NFC-Schnittstellen positioniert sind.

NFC ist ein sehr „flexibler“ Standard. „Bei NFC Smartphones gibt es alles zwischen ‚kann an fast keinem Terminal benutzt werden‘ bis ‚funktioniert auch schon aus 15cm‘, bzw. ‚hat die Antenne unergonomisch in der Mitte der Rückseite‘ und ‚mit Booster an der Oberseite'“, twitterte etwa @regnerischerTag zur Diskussion. Mich hat das Problem überrascht und etwas enttäuscht. Ich glaube nicht, dass jemand auf seine Handyhülle verzichten möchte, um mit dem Ding zu bezahlen. Aber das ist offenbar ein generelles NFC-Problem und das Galaxy S6 ist ja inzwischen auch ein alter Knochen. Bin mal auf die „Info-Grafik“ gespannt (Update 31.7.: siehe unten).

Drei Einstellungen zur Sicherheit sind möglich.

Ohne die Hülle funktionierte das Zahlen mit dem Handy und der Girocard inside dann aber reibungs- bzw. kontaktlos. Ok, einmal glaubte die mitdenkende Rewe-Kassiererin als ich das Handy zum Zahlen zückte, ich wolle mit Payback Pay zahlen. Etwas komisch dann – mit dem Smartphone in der Hand – zu sagen: „Nein, ich möchte mit Karte zahlen“. Dann funk-tionierte es aber.

Man kann in der App zwischen drei Sicherheitseinstellungen wählen: „Bildschirm aktiv“, „Gerät entsperrt“ und „App gestartet“. In jedem Fall hat man aber „nur“ eine virtuelle Girocard oder Kreditkarte im Smartphone. Das heißt: Transaktionen über 25 Euro müssen am Kartenterminal per PIN-Eingabe autorisiert werden – mit der gleichen PIN der physischen Karte. Unterhalb der 25 Euro-Schwelle gilt der übliche PIN-Abfrage-Turnus für kontaktlose Karten. CDCVM, also Authorisierung per Touch- oder Face-ID, gibt es mit der App nicht. Kritiker und Apple-Fans kritisieren das scharf als „steinzeitlich“. Ich finde es vom Sicherheitsgefühl und vom Ablauf her völlig ok.

Der Versuch einer Einschätzung

Welches Potenzial hat die App? Wird „Mobiles Bezahlen“ bzw. „Girocard mobil“ den Durchbruch bringen? Totgeburt, Nische, Massenmarkt oder gar Bargeld-und-Karte-Killer-App?

„EC-Karte wandert ins Netz“ Die Kollegen von der LZ sahen es schon 2016 kommen.

Wenn man sich anschaut, wie viele Schlagzeilen GooglePay jüngst abgeräumt hat, mit einem Kundenpotenzial von – großzügig geschätzt – 250.000 Kunden, dann müssten die Zeitungen morgen eigentlich voll von „Girocard mobil“ sein. 2016 haben die vorausschauende Kollegen von der LZ dem Projekt immerhin schon mal einen Zeitungsaufmacher gewidmet.

Wenn ich meinen „Vergesst Mobile Payment„-Rant von 2013 heute noch einmal lese, dann hat sich der Markt an einigen entscheidenden Punkten natürlich weiterentwickelt. Heute gibt es eine breite NFC-Infrastruktur im Handel. Der Handel könnte sich vielen Smartphone-Zahlungen gar nicht mehr verwehren. Und gegen „Girocard mobil“ hätte der Handel auch gar nichts einzuwenden. Gebühren und Datenhoheit sind – anders als bei ApplePay und GooglePay – kein Thema.

Knackpunkt bleibt – wie immer im richtigen Leben – der Kunde. Der Kunde steht immer im Mittelpunkt und deshalb immer im Weg, wie Händler gerne sagen.

Die Sparkassen-App macht es dem Kunden leicht, die Karte zu digitalisieren und in das Handy zu bringen. Das zum Bezahlen keine App gestartet oder – auf Wunsch – nicht mal das Handy entsperrt werden muss, ist in meinen Augen ein Asset. Die App ist schlank und übersichtlich, geradezu spartanisch gestaltet. Eine Übersicht zu den Umsätze etwa – wie bei den VR-Instituten – fände ich nett. Da geht noch was. Es muss ja nicht gleich ein Finanz-Cockpit mit Kontofunktionen, institutsübergreifenden P2P-Zahlungen und Depot-Performance-Check sowie Renten-Forecast sein.

Die Problempunkte der Lösung

Ein Problempunkt ist aus meiner Sicht das NFC-Handling. Wenn wirklich mehrere Handymodelle bzw. Handyhüllen ähnliche Schwierigkeiten bereiten, wie ich sie hatte, wäre das ein Hemmschuh. Keiner will an der Kasse bzw. am Kartenterminal herumfrickeln. Niemand zahlt auf Dauer mit einem Zahlungsmedium, das mal hier funktioniert, da aber wieder nicht. Das Problem besteht vielleicht aber auch nur bei wenigen (älteren?) Handys.

NFC-Antennen: Hier funkt´s! (Quelle: Förde Sparkasse)

Ein weiterer Punkt ist natürlich das leidige iPhone-Thema. Apple-User bleiben bei den Sparkassen und den genossenschaftlichen Instituten nach wie vor außen vor. Das mögen Apple- und Google-Fans blöd finden, ich halte das aber für nachvollziehbar – kostentechnisch und strategisch. Banken, die mPayment-Lösungen nicht selbst hinbekommen (IT, Branding, Vertrauen), begeben sich in die Hände der GAFA. Mein ceterum censeo lautet: Wettbewerbsfähige domestische Payment-Verfahren sind aus Sicht des Handels und der Verbraucher wünschenswert.

Gebühren für die Digitalisierung der Karte oder die Nutzung durch einzelne Institute wären natürlich auch problematisch für die Akzeptanz der Kunden.

Ich bin mal gespannt, wie stark die Institutsgruppen das Thema marketingtechnisch pushen. Oder lässt man das einfach mal so laufen und schaut, wie das Angebot im Markt aufgenommen wird?

Fazit: Girocard mobile ist ein vielversprechender Ansatz – ausbaufähig

Nach „Payback Pay“, das dem Kunden mit der Bonifizierung seiner Umsätze einen Mehrwert für das Bezahlen mit dem Handy bietet und sich anlässlich des 2. Geburtstags zum Marktführer im deutschen mPayment-Bereich erklärt, halte ich die „Girocard Mobile“ aufgrund der Verbreitung der Girocard im Markt, dem direkten Draht zur Hausbank sowie der guten UX der App für eine vielversprechende Lösung. Ich bin gespannt, ob und wie es die Kunden annehmen werden.

Jedenfalls geht die gute alte EC-Karte Girocard einen wichtigen Schritt in Richtung Digitalisierung. Schwer zu sagen, wohin dieser Weg im Payment (und überhaupt) führt, wer mitkommt und wer auf der Strecke bleibt.

Danksagung

Ein herzlicher Dank gilt den Mitarbeitern der Förde Sparkasse und der S-Payment GmbH, die mir den Vorab-Test der App ermöglicht haben. Vielen Dank für das Vertrauen und die Unterstützung bei Fragen. Konto und Karten wurden mir für den Testzeitraum kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die Einkäufe bezahle ich selbst. Die Schufa wurde über den Testcharakter des Kontos informiert – nicht wahr, Wiesbaden? 🙂

Lesetipps

Beim IT-Finanzmagazin hat Rudolf Linsenbarth die „Girocard Mobile Lösung der Volksbanken getestet.

Auf der grund- und runderneuerten Seite von „PaymentandBanking“ hat Klaus Igel GooglePay und die VR-Lösung miteinander verglichen. Auch der aktuelle Podcast zum Thema ApplePay und GooglePay als Onlinezahlungsverfahren, sei empfohlen.

Und weil BargeldlosBlog natürlich einen gesellschafts- und weltpolitischen Impetus hat, soll auch hier Mesut Özil nicht unerwähnt bleiben: Der ehemalige deutsche Nationalspieler wurde (vermutlich unfreiwillig) zum Mitstreiter auf einem ungewöhnlichen Kampfplatz des „War on cash“. Beim Testspiel Arsenal gegen Paris Saint-Germain musste der Kapitän von Arsenal bei der Seitenwahl am Samstag nicht zwischen Kopf und Zahl, sondern zwischen Kartenummer und CVC entscheiden. Der klassische Münzwurf wurde vom Sponsor Union Pay International durch einen Kreditkartenwurf ersetzt, wie die Welt berichtet. 🙂

12 Gedanken zu „Sparkassen starten mobil durch

  1. Danke für den Informativen Artikel!
    Gibt es schon Informationen, wie es mit den Sparkassen aussieht, die nicht im Bereich der Bankleitzahlen von 308 der 438 liegen?
    Gibt es einen Rolloutplan und die Sparkassen kommen später oder gibt es noch keinerlei Pläne bzw. die anderen Sparkassen kommen gar nicht?

  2. Als einer der Testnutzer der VR-Lösung bin ich schon seit einigen Monaten unterwegs (mit girocard und Kreditkarte) und neben den Handyhüllen (mein Moto Z kann durch eine Lederhülle durch gut funken) und dass man wissen sollte, wo beim eigenen Modell die Antenne sitzt, nerven mich eher die Terminals.
    Die meisten haben die Antenne irgendwo oben am Display, diese komischen ICP Winkel wie bei Start und Shell aber mit der Antenne an der Seite sind ein echter Handverdreher, abgesehen davon dass dort häufig keine meiner NFC Karten funktioniert, und auch das Handy dann versagt.
    Aus Konsumentensicht muss ich also sagen: Deutliche Aufkleber bitte auch aufs Terminal, und am liebsten oben. Man stelle sich CDCVM mal vor bei einem seitlich am Terminal gehaltenen Smartphone 🙁

  3. Die für CDCVM notwendige Authentifizierung kann ja auch vor dem dranhalten erfolgen, bzw muss sogar. Andernfalls wird am Terminal angezeigt, dass die Authentisierung am Kundengerät erfolgen muss. Also vermutlich entsperren und nochmal dranhalten.

    • Die aktuellen Girocard mobile-Apps können noch kein CDCVM, das ist noch nicht fertig spezifiziert für Girocard. Aktuell wird wohl die PIN der existierenden Plastik-Karte benötigt (die wohl aus irgendeinem Grund auch selber NFC können muss).

      Ich konnte das leider noch nicht testen (auch die Frage ob Tokenization verwendet wird oder man dann bald ELV kontaktlos-Transaktionen mit dem Handy auslösen kann…), weil die Berliner Sparkasse gerade noch einen Bug hat der die Anmeldung in der App verhindert.

      • Die Postbank App mit der tokenisierten Visa Karte kann das aber und da wird die CDCVM während der Transaktion erwartet.
        Da den Finger mal eben umgreifen (oder noch schlimmer aufs Display schielen, wenn die PIN auf dem verwürfelten onscreen PIN Pad einzutippen ist, war bei den „halt es an die Seite“ ICP Terminals echt lästig.
        Mit der VR Bank Lösung und PIN Eingabe am Terminal bin ich da bequemer unterwegs.

        • Naja, es gibt immer eine noch bescheuertere Implementierung. CDCVM per Displaysperre mit Google Pay es macht ist schon deutlich besser (und wird dann hoffentlich irgendwann bei den Sparkassen nachgerüstet). Keine Ahnung, ob sie das für Kreditkarten in der App schon anbieten, aber wer hat schon eine Sparkassen-Kreditkarte…

  4. Vielen Dank für den ausführlichen Artikel.

    Die Problematik der Handyhülle konnte ich bisher beim Zusammenspiel von Google Pay mit einem Google Nexus 5 aus Ende 2013 an verschiedenen POS nicht nachvollziehen.

    Zugegebenermaßen wurde das Handy dabei direkt auf das Terminal gelegt, aber die Zahlung ging bisher immer zügig und problemlos von statten.

  5. Hallo Herr Bender,
    ich finde den Namen „Mobiles Bezahlen“ nicht nüchtern. Er ist einfach, weil Mobiles Bezahlen = Mobile Payment = Mobiles Bezahlen.

    Die restlichen lokalen Sparkassen kommen alle in den nächsten paar Wochen dazu. Jede Sparkasse konnte den Termin für sich selbst wählen. Die meisten wollten gleich zum frühestmöglichen RollOut, äh, Marktstart am 30. Juli mit dabei sein.

    Die Hamburger Sparkasse wechselt gerade den IT-Dienstleister und zieht dann auch nach. Die Berliner Sparkasse hat einen anderen Servicedienstleister für Kreditkarten, deshalb wohl die anfänglichen Probleme. Und alle Visa-Kreditkarten von allen Sparkassen kommen erst im ersten Halbjahr 2019 dazu.

    Die Girocard ist das Keyfeature, äh, die Schlüsselfunktion der Sparkassen-App. Praktisch jeder (!) Mensch hat eine und 99,x% der Kassenterminals im Handel können die Girocard verarbeiten. Das nenne ich mal das Gegenteil von einer Insellösung.

    Sehr gut gelungen ist der Registrierungsprozess direkt innerhalb der App Mobiles Bezahlen mit PIN+TAN. Geht razzfazz. Versuchen Sie mal vergleichsweise die Commerzbank-Lösung mit GooglePay und der TAN-App, das ist benutzerunfreundlich.

    Schwierigkeiten mit meiner ledernen Klapp-Händyhülle hatte ich nicht, aber das wäre ein Showstopper, wenn man zum Zahlen erst sein Smartphone aus der Hülle rausfriemeln müsste.

    Mit ist es tausendmal lieber, wenn ich zum Bezahlen die reguläre PIN zur Karte eingeben muss. CDCVM ist zwar convenient, äh, superbequem, aber alles superbequeme hat Schattenseiten. Der Speicherung meines Fingerabdrucks oder Face-ID auf dem Handy traue ich zum Displayentsperren, ok. Aber zum Bezahlen von 500 Euro an der Ladenkasse. Wie sieht es beim CDCVM mit der Hackbarkeit aus? Wer trägt die Nutzerhaftung bei CDCVM?

    Mir ist aufgefallen, dass meine „analoge“ Kreditkarte ohne NFC noch Signature-Based ist, aber die digitale Kreditkarte in der App ab 25 Euro schon die PIN abfragt. Da muss man sich im Supermarkt und an der Tankstelle erst umgewöhnen.

    Viele wollen ja die Umsätze in der App sehen. Das ist zwiespältig zu betrachten. Die Mobiles-Bezahlen App ist fast immer Offline und geht auch komplett ohne Internet. Ein großer Vorteil! Doof aber doch, weil zur zuverlässigen Anzeige der echten, getätigten Kartenumsätze eine Online-Abfrage der Daten passieren muss. Beispiel: wenn ich bei einer SB-Tanksäule am Supermarkt tanke, dann autorisiert die Tanksäule vorweg pauschal 100 Euro vom Kreditkartenlimit. Tatsächliche gebucht wird aber nur der Warenwert des Benzins. Das wäre verwirrend.

  6. Interessehalber: macht denn die Sparkasse mit einer hinterlegten Kreditkarte statt einer girocard Tokenisierung? Und wie sieht es da mit CDCVM aus? Hat jemand Erfahrungen mit der App der Volksbank?

  7. Ich finde es nicht gut das jede Bank ihr eigenes Süppchen kocht im Bereich Mobile Payment.
    Man stelle sich mal vor ich habe meine GiroCard bei der ABC-Bank und eine Kreditkarte bei der DEF-Bank … Beide haben ihre Eigene App für MobilePayment… Ich müsste mich dann entscheiden welche ich verwenden möchte, denn die App muss im Gerät ja als Zahlungsapp definiert sein.

    Die Banken sollten in dem Bereich besser zusammen arbeiten, am besten sogar auf Europäischer Ebene denn GiroCard Kontaktlos funktioniert halt nur in Deutschland. Das macht das ganze System für mich unattraktiv.
    Ja ich weis ich kann auch eine Sparkassen KK hinzufügen, aber abgesehen von den ohnehin schlechten Konditionen die die Sparkassen mir bieten, sind die Kreditkartenpreise der Sparkassen absolute abzocke.

    Da bleibe ich lieber bei GPay mit N26… Das funktioniert mittlerweile sehr zuverlässig. Da ich mein Portemonnaie auch gerne mal zuhause vergesse, habe ich nun trotz dem die Möglichkeit zu zahlen. Die meisten Läden akzeptieren mittlerweile Kreditkarten Zahlungen. Die die es nicht tun (z.B. Penny) meide ich einfach.

    Bäckereien haben mich schon länger als regelmäßigen Kunden verloren da ich eher selten überhaupt im Besitz von Bargeld bin.

  8. Ich weigere mich kontaktlos zu zahlen und schon garnicht mit dem Smartphone !

    Das ist für mich ein Grund auch größere Beträge absofort BAR zu bezahlten !

    Grade mit ABSICHT um die Eliten zu blähen !

    deren Denke ist doch klar.
    Gewöhen die Kunden in folgenden Schritten um:
    1) Kontkatlos mit Karte
    2) Kontaktlos mit Handy
    3) dann: Bargeldzahlung extragebühr
    4) Bargeld abschaffen
    5) negativ Zinsen einführen !

    Ihr macht alle mit, die ihr mit Handy bezahlt !
    BAR zahlen grade mit Absicht ! das ist angesagt !

  9. Punkt 5) geht auch ohne Karte also mit Bargeld, nennt sich Inflation.
    Alternativ kann man die Minus-Zinsen auch bei Geldaus/einzahlung abziehen.
    Somit nicht wirklich ein Argument gegen Karten / Smartphone Zahlung.

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