ApplePay ist digitale Wegelagerei

ApplePay-Alarm: Auch Aldi ist betriebsbereit.

Ja, ist denn schon Weihnachten? Für Apple-Fanboys und die Payment-Community fielen am 11. Dezember Weihnachten, Neujahr und Ostern auf einen Tag. Das Warten auf den Erlöser hatte endlich ein Ende: ApplePay startete in Deutschland.

Den Hype kann ich vielleicht noch nachvollziehen. Die Häme, die über die Banken ausgeschüttet wird, die sich Apple verweigern, allerdings nicht.

ApplePay ist digitale Wegelagerei – höchste Zeit, dass die Wettbewerbsbehörden eingreifen. Ausgerechnet die kleine Schweiz könnte dem globalen Giganten aus Cupertino schon bald die Stirn bieten – und eine Lawine lostreten.

[Rant mode on] Jubelarien wurden genug gesungen. Es ist Zeit für eine Gegenrede. Ich glaube den zahlreichen Fachleuten und Kommentatoren, laut denen ApplePay die smarteste und nutzerfreundlichste „Mobile Payment“-Lösung ist, die die Welt bisher gesehen hat. Geschenkt. Ich glaube auch Payment-Papst Jochen Siegert, wenn er twittert, ApplePay habe das Zeug zum PayPal-Challenger weil die „In-App-Payment-UX“ so herausragend ist. Und ich werde hellhörig, wenn Marcus W. Mosen im Spiegel-Interview weissagt, dass auch die Volksbanken und Sparkassen unter dem Druck der Kundennachfrage ihren Widerstand gegen ApplePay aufgeben werden.

Ich konnte ApplePay noch nicht testen. Die Sparkasse meines Vertrauens macht nicht mit – und das ist auch gut so.

Apple steht mit seiner mPayment-Lösung für all das, wogegen die EU aus guten Gründen im Zahlungsverkehr mobil macht: Unnötige Player bzw. Kosten in der Wertschöpfungskette und geschlossene Systeme. Die EU setzt auf niedrige Interbankenentgelte (MIF-VO) und Open Banking (PSD2). ApplePay ist vor diesem Hintergrund eine Lösung von gestern.

Apple gewährt lediglich den Kundenzugang

Während John D. Rockefeller wenigstens noch Öl verkaufte, nachdem er Öllämpchen verschenkt hatte und Bill Gates immerhin noch Betriebssysteme und Software lieferte, nachdem er IBM DOS als Lizenzlösung untergejubelt hatte, leistet Apple nichts Vergleichbares. ApplePay kassiert bei den teilnehmenden Banken einzig und allein dafür ab, den Zugang zum Kunden zu gewähren. Das Prinzip ist den Anbietern digitale Inhalte schmerzhaft aus dem AppStore bekannt. Im Payment dringt diese digitale Wegelagerei jedoch in ganz neue, beängstigende Dimensionen vor.

Wenn die Zahlen stimmen, die beispielweise in der LZ zu lesen waren, wird einem schwindelig. Apple erhält von den Banken, die ihre Kredit- oder Debitkarten in die iPhone-Wallet packen, demnach 0,15 Prozent vom Umsatz der jeweiligen Bezahltransaktion. Andere sprechen von 1/3 der Interchange Fee (0,3 bzw. 0,2 Prozent) bei Card-Present und der Hälfte des Interbankenentgelts bei E-Commerce-Transaktionen. Selbst wenn es nur ein Bruchteil davon sein sollte, summiert sich dies alsbald zu Fantastillionen. Eine adäquate Gegenleistung der Herren aus Cupertino kann ich nicht erkennen. Das Betrugsrisiko tragen Kartenorganisationen bzw. die Issure-Banken, die sich auch um Kontoführung und Zahlungsabwicklung kümmern. Schon bei den Kreditkartenorganisationen hinterfragen (Hardcore-)Kritiker der Interchange-Fees, womit eine prozentuale Händlergebühr (ad valorem) eigentlich gerechtfertigt ist. Wofür erhält Apple eine umsatzabhängige Gebühr? 

Banken, die da mitmachen, sind nicht ganz bei Trost oder sie sehen keine andere Chance, ihre Kunden zuhalten oder neue zu gewinnen – vermutlich zahlen sie die laufenden Kosten für ApplePay aus dem Marketingbudget. 

Wer es nicht selber kann, setzt auf ApplePay

Schaut man sich an, wer in Deutschland zum Start von ApplePay dabei ist, wird dann auch schnell klar: Sieger sehen anders aus. Allenfalls der Maverick N26 kann für sich beanspruchen, dass für ihn andere Gesetze gelten. Die Deutsche Bank ist nicht nur moralisch bankrott, sie kämpft wie alle anderen Privatbanken auch sonst mehr mit sich selbst als mit den Herausforderungen der Zukunft. Die Fusion von Kaufhof/Karstadt dürfte mehr Zukunftsperspektive haben als eine Hochzeit Deutsche Bank/Commerzbank.

Alter Tipp: Nicht alle Äpfel in einen Korb legen.

Kurzum: Banken, die weder die IT-Kapazitäten noch die Kundenbasis haben, um mit eigenen Payment-Lösungen auf einen grünen Zweig zu kommen, legen ihr Schicksal in die Hände von Apple – und packen ihre Karten in die Wallet. Applaus für angebliche Fortschrittlichkeit oder gar Kundenfreundlichkeit hat das nicht verdient.

Volks- und Raiffeisenbanken sowie die Sparkassen, versuchen es dagegen erstmal mit eigenen mPayment-Konzepten für die Girocard – und weigern sich, Apple mit den spärlichen Erträgen anzufüttern, die ihnen im Kartengeschäft nach der Gebührenregulierung noch geblieben sind. Das ist vielleicht chancen-, aber ganz sicher nicht sinnlos. ApplePay ist aus Bankensicht nur eine sehr teure Insellösung. Allein für das Onboarding ruft Apple dem Vernehmen nach zweistellige Millionenbeträge bei einer der beiden großen Institutsgruppen auf.

And if that weren´t enough..

Ich kann deshalb die Häme nicht nachvollziehen, die aktuell über die Sparkassen ergossen wird, nachdem der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) zum ApplePay-Start seine Forderung erneuerte, Apple solle die NFC-Schnittstelle für Drittanbieter freigeben. (Die DSGV-Pressemitteilung dazu ist verschwunden. Ein Schelm, wer sich dabei etwas denkt. Finanz-Szene.de hat sie aber festgehalten.)

Christoph Keese, nicht zu verwechseln mit Bruder Arnulf, kommentiert das Mosen-Interview im Spiegel. Der Vergleich mit Paydirekt hinkt.

Wir sind doch sonst immer alle für OpenBanking und/oder OpenSource?! Ausgerechnet Apple – rund 20 Prozent des deutschen Smartphone-Marktes – soll auf seiner Schnittstelle sitzen bleiben dürfen, wie der Gollum auf dem einen Ring?

In der Schweiz reichten die Verbraucherschützer (!) bereits im Jahr 2016 eine Klage bei der Wettbewerbskommission (Weko) ein, weil Apple die NFC-Schnittstelle nicht für die Schweizer mPayment-Lösung „Twint“ oder andere Konkurrenzangebote öffnet. „Ein derartiges Verhalten ist monopolistisch und verstößt offensichtlich gegen das Kartellrecht“, urteilt die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS).

Nach Informationen von BargeldlosBlog will die Weko noch in diesem Jahr über das Verfahren entscheiden. Die Eidgenossen könnte eine Lawine lostreten, die Apple womöglich in ganz Europa erfasst, denn allzu sehr unterscheidet sich das Schweizer und das europäische Kartellrecht in den Grundprinzipien nicht. Auch in Dänemark ist die nationale Kartellbehörde aufgrund einer Beschwerde der Verbraucherschützer in der Sache aktiv, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.

Vestager bettelt um Kartellbeschwerde

Zwar hat EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager der Reuters-Meldung zufolge jüngst erklärt, dass man sich ApplePay in Brüssel angeschaut habe und keine „marktbeherrschende Stellung“ im mPayment erkennen konnte. Die streitbare Wettbewerbshüterin verdeutlichte jedoch im gleichen Atemzug, wie gerne sie sich den Fall noch einmal – „for a second look“ – anschauen würde:

“Obviously if we had official complaints, we would take that seriously because the entire payment market is a very important payment market”, zitiert Reuters Vestager.

Leider scheinen die Sparkassen eine Kartellbeschwerde in Bonn oder Brüssel zu scheuen. Vielleicht wollen sie ihren Geschäftspartner von morgen nicht verprellen. Schauen wir in diesen Tagen daher vertrauensvoll in die neutralitätsliebende Schweiz.

Knackpunkt der kartellrechtlichen Bewertung ist die Frage der „marktbeherrschenden Stellung“ bzw. der Abhängigkeit der Abnehmer. Erst wenn eine solche gegeben ist, unterliegt Apple der sogenannten Missbrauchsaufsicht. (Disclaimer: soweit ich das verstanden habe) So musste beispielsweise Microsoft einst Netscape und anderen Browseranbietern die Tür aufhalten und durften den eigenen Internet Explorer nicht einfach als einzige Lösung per Betriebssystem mitliefern.

Erfordernis „marktbeherrschende Stellung“

Ob das Kriterium der „marktbeherrschenden Stellung“ in der digitalen Welt noch zeitgemäß ist, darüber brüten die Gelehrtenköpfe eifrig. Unzählige Gutachten und Fachaufsätze sind allein in diesem Jahr wieder zu der Frage erschienen, ob das herkömmliche Kartellrecht den Herausforderungen der Digitalwirtschaft und insbesondere der sogenannten Plattform-Ökonomie gewachsen ist. Das BMWi lässt in der „Kommission Wettbewerbsrecht 4.0“ Experten darüber grübeln, um die nächste deutsche EU-Ratspräsidentschaft im Jahr 2020 (!) vorzubereiten.

Meiner bescheidenen Meinung nach ist das Beispiel von Apples verschlossener NFC-Schnittstelle ein wunderschöner Musterfall bzw. Lackmustest für die Funktionstüchtigkeit des guten alten Kartellrechts: Wenn die Wettbewerbshüter erst warten müssen, bis ApplePay eine „marktbeherrschende Stellung“ im mPayment-Markt besitzt, bevor sie Apple zwingen können, die NFC-Schnittstelle für Wettbewerber freizugeben, dann ist es bereits zu spät. Der Kunde ist dann schon weg oder die Sparkassen und Genossenschaftsbanken sind dem Druck des Marktes schon gefolgt und haben sich ApplePay unterworfen, bevor ihnen zu viele Kunden weglaufen. Gleiches dürfte für andere Internet- und Plattformangebote gelten. Aber wie soll eine neue Eingreifschwelle definiert werden? Ich bin jedenfalls auf die Entscheidung der Weko gespannt, auch wenn sie diese Frage nicht beantworten wird. [/Rant mode off]

Schlussbemerkung

Wie rasant dynamisch und spannend sich der Payment-Markt derzeit entwickelt, lässt sich nicht nur an steigenden Preisen für PSPs ablesen, sondern auch an den zahlreichen Kartellverfahren, die derzeit geführt werden. Das britische Kartellamt (CMA) untersucht die (eigentlich bereits abgeschlossene) Übernahme von iZettle durch PayPal vertieft. Sie fürchtet Wettbewerbsbeeinträchtigungen auf dem Markt für mobile Zahlungsterminals (PayPal Here) und bei „omnichannel Zahlungen“. PayPal hat der CMA keine Zusagen angeboten und will nun belegen, dass der Markt ein Wettbewerbsmarkt bleibt, wie es in einer Stellungnahme heißt. Mastercard und Visa bieten der EU-Kommission derweil (zwangsweise) neue interregionale Interchange-Sätze an. Und jetzt schauen wir mal gespannt in Richtung Schweizer Berge und hoffen auf die Weko. Und dann war da noch etwas, aber das steht in der nächsten LZ. 🙂

Leseempfehlung

Wer jetzt Spaß am Kartellrecht bekommen hat, dem darf ich noch mein Adventskalenderblättchen im konkurrenzlos guten Kartellrechtsblog D’Kart ans Herz legen.

Frohe Weihnachten, liebe Leser!

Update 18.12.2018

Die Schweizer Wettbewerbskommission (Weko) teilt heute mit, sich mit Apple auf eine „TWINT-freundliche“ Lösung geeinigt zu haben: „Apple hat sich gegenüber dem Sekretariat der WEKO verpflichtet, TWINT ab sofort die technische Möglichkeit zur Verfügung zu stellen, um den automatischen Start von Apple Pay während der Dauer des Bezahlvorgangs mit der TWINT-App zu unterdrücken. Aufgrund dieser Zusage stellte das Sekretariat die Vorabklärung gegen Apple ein“.

Hier die Stellungnahme von TWINT zur Einigung.  

Zugegebenermaßen hatte ich – als Verbraucher, iPhone-User und Freund des fairen Wettbewerbs – da mehr erhofft, eben die Verpflichtung zur Öffnung der NFC-Schnittstelle für konkurrierende mPayment-Lösungen. Immerhin zeigt der Fall aber, dass eine nationale Kartellbehörde, Apple Auflagen abverlangen kann.

Randbemerkung

Neben zahlreichen sachlichen Kommentaren (s.u.) und Anmerkungen, die ich zu diesem provokativ gemeinten Beitrag auf verschiedenen Kanälen erhalten haben (Vielen Dank dafür!), wurde ich auch – teils wüst – beschimpft. Beleidigende Kommentare veröffentliche ich (natürlich) nicht, aber man wundert sich, wer alles eine Tastatur bedienen darf.   

Insofern habe ich mich aber heute über die freundlichen Zeilen der geschätzten Kollegen von Finanz-Szene.de besonders gefreut:

26 Gedanken zu „ApplePay ist digitale Wegelagerei

  1. Bleibt abzuwarten, wie lange es braucht, bis GFG und SFG ihre Girocard-basierte mPaymentlösung marktreif bekommen und die Dämme bis dahin halten können!! 😉

    • Die Frage verstehe ich nicht ganz? Ich habe auf meinem Android Handy seit diesem Sommer schon meine digitale Volksbank girocard neben der Mastercard?

    • Die Frage verstehe ich nicht ganz? Ich habe auf meinem Android Handy seit August 2018 schon meine digitale Sparkassen-girocard und auch meine digitale Sparkassen-Mastercard!

  2. Pingback: Apple Pay schonmal ausprobieren in Deutschland (an NFC-Terminals) mit UK-/US-Karte? - Seite 156

  3. Perhaps I missed it, but here in Switzerland, a few weeks ago, the competition office opened an investigation (by raiding banks and their captive card issuing subsidiaries) of cartel action by the banks here of conspiring to block Apple Pay in favor of their dead-on-arrival Twint system.

  4. Unnötige Player? Darüber kann man streiten.

    Unnötige Kosten?

    Würde ich so nicht stehen lassen. Apple Pay ist letzlich nichts anderes als Middleware. Im Softwarebereich hat sich Middleware nicht durchgesetzt , weil sie so unglaublich toll ist, sondern jede menge Kosten spart.

    Schon mal drüber nachgedacht, warum keiner seine Zahlungsterminals selbst betreibt sondern dafür Dienstleister (Middleware) in Anspruch nimmt? Weil es billiger ist.

    Die Entwicklungskosten der „mobiles Bezahlen“ App der Sparkasse werden auf rund 10 millionen Euro geschätzt. Da sind noch keine Kosten für Wartung und Betrieb abgedeckt.

    Unnötige Kosten entstehen, wenn jeder sein eigenes Ding macht, wie die Sparkasse und andere.

    Hätten sich die Banken zusammengetan und eine geimeinsame Lösung entwickelt, welche wie Apple-/Google-/Samsung-/Garmin-/Whatever-Pay allen Banken grundsätzlich offensteht, sähe die Situation anders aus. Haben sie jedoch nicht und jetzt heulen sie rum.

    • 1:1 meine Worte.

      Sonst wird alles von der EU genormt. Sogar die Krümmung der Bananen, aber im mobilepayment Sektor lässt sie munter jede Bank ihr eigenes Süppchen kochen.

      Als vor 20 Jahren mobiles Payment im Internet populär wurde haben europäische Banken erst geschlafen bzw. als Modeerscheinung ignoriert und somit Paypal & Co. erst die nötige Plattform in Europa gegeben. Aber an Stelle der Marktmacht aus Übersee ein gemeinsames für alle Banken gültiges mobiles Bezahlverfahren auf den Weg zu bringen (so eine Art €Pay), hat jede Bank (und teilweise auch Unternehmen) für viel Geld eine eigene Lösung aus dem Boden gestampft und meist nach einiger Zeit auch wieder eingestampft.

      Den Fehler machen sie heute immer noch. Ein Europäisches Zahlungssystem auf das sich die Europäischen Banken aufklinken können, nach europäischen Datenschutz und Sicherheitstandarts und so einfach zu bedienen wie Apple- oder GooglePay.

      Damit könnte man sicherlich den US-Konzernen eine Marktmacht entgegensetzten.

      Aber das passiert nicht, stattdessen kommt die Sparkasse mit einer App, die VoBa mit einer eigenen App, usw. Jede einzelne Bank versenkt Millionen in eine eigene Infrastruktur und App-Entwicklung die eher National denn International ausgerichtet ist.

  5. Hallo Herr Bender,
    wie immer eine Freude ihren Beitrag zu lesen.
    Leider gibt es nur eine Lösung den unvollkommenen Payment Markt in der EU zu regeln. Den weder Kartellrecht noch Regulierungen oder gar der Marktmechanismus können der EU hier helfen. Wissenschaftler haben schnell erkannt (schon in den 80er Jahren), dass die einzige Lösung dieses unvollkommenen Marktes darin liegt, dass der Zahlungsauslöser die Kosten seiner Zahlung trägt.
    Heute ist es üblich, dass ich als Kunde einer Bank Gebühren dafür zahle, dass ich Geld empfange. Ebenso ist es üblich das ich als Händler Gebühren dafür zahle, dass ich Geld vom Kunden gesendet bekomme. Das Auslöser-Prinzip würde hingegen verlangen, dass immer der Sender die Gebühr trägt. Er würde das erste mal darüber aktiv nachdenken, ein günstiges Verfahren zu nutzen.
    Apple Pay, Amazon Payments, Kreditkarten, etc. würden sich direkt erledigt haben, wenn der Kunde die Gebühren selber tragen müsste. Direct debit would be king!
    Leider hat sich die EU mit der PSD1 und PSD2 in die andere Richtung bewegt. Anstatt das Auslöser-Prinzip einzuführen, haben sie mit der Regulierung der Interchange diese anerkannt und damit akzeptiert, dass der Zahlungsempfänger die Gebühren zahlt.
    Fazit zu Apple Pay:
    1. Apple hat den Telefonanbietern erst die iPhone mit dem Argument verkauft, dass Apple den Vertrieb der SIM Karten unterstützt. Jetzt bieten sie selber virtuelle SIM Karten an. Apple hat die Banken damit gelockt ihnen zu helfen die Kartenumsätze zu erhöhen. Dann wird Apple eigene virtuelle Kreditkarten ausgeben…
    2. Solange der Sender sich keine Gedanken über die Gebühren von einer Bezahlung machen muss, werden sich die beteiligten Parteien im Geldfluss immer mehr erhöhen ( 3-Parteien, 4-Parteien, 5-Parteien,….)
    3. OpenBanking arbeitet aktiv mit dem Zahlungsauslöser-Prinzip (inkl. entsprechender Regulierungen) – damit wird die Zukunft gebaut 😉
    4. Die Schweiz zeigt wie „blödsinnig“ Regulierungen sind, weil in der Tat Apple und TWINT aktiv den Markt „behindern“ und nun bei der Aufsicht begutachtet werden. Da werden also mindestens 100 Anwälte und Beamte aktiv sein. Wenn der Kunde die Gebühren zahlt, wäre dieser Kostenfaktor für den Steuerzahler (ja auch Schweizer zahlen Steuern – halt nur die Hälfte 😉 ) erledigt…

    Viele Grüße
    Kiesewetter

  6. Naja, so ganz kann ich das nicht nachvollziehen. Ich nutze zwar ein Android Smartphone, aber kein Google Pay. Das kostet zwar vordergründig nichts und ist „offen“, sammelt aber dafür meine Daten ein – und zwar komplett.
    Marktbeherrschend ist Apple sicher nicht, schon gar nicht in Deutschland.
    Und warum soll ich eine Schnittstelle für meine Kunden anderen gegenüber öffnen. Spielregeln sind nun mal Spielregeln und wer mitmachen will, muss bezahlen. Keiner zwingt dazu, mitzumachen. Wer am Ende die bessere Entscheidung getroffen hat, ist eben unternehmerisches Risiko.

    VG
    Hansjörg Leichsenring
    https://www.der-bank-blog.de/

  7. Ich finde die Sichtweise auch ein wenig einseitig, zumindest den Punkt der Wegelagerei: Apple Pay bietet zumindest schon einmal gegenüber der klassischen (NFC-fähigen) Karte klare Vorteile:

    – Die Lösung ist deutlich sicherer als PIN oder Unterschrift bzw. NFC ohne weiteres Sicherheitsmerkmal, da die Hardware sicherstellt, dass ich autorisiert bin, den Vorgang vorzunehmen (entweder per Fingerabdrucksensor, Gesichtserkennung oder der entsprechenden freigeschalteten Watch).
    – Damit ist die Lösung deutlich einfacher UND gleichzeitig sicherer, was in der Kombination so bisher noch nicht exsitiert hat. Gleichzeitig bietet sie sehr guten Datenschutz, schickt mir sofort eine Nachricht und kümmert sich um einiges mehr. Dafür gebe ich gern 0,15% Prozent und würde diese sogar selbst bezahlen.
    – Die Lösung ist ziemlich schnell, gerade wenn ich die Watch benutze.
    – Die Lösung steckt im Betriebssystem, das heisst, ich kann ziemlich sicher gehen, dass diese auch in Zukunft gepflegt wird (etwa, wenn anderere Autorisierungsverfahren hinzukommen sollen, wie gerade letztes Jahr mit FaceID oder neue Hardware eingeführt wird). Wenn ich mir die Apps von anderen Firmen – egal in welchem Sektor – ansehe, dauert es zuweilen Jahre (oder es passiert sogar nie) bis diese an neue Gegebenheiten angepasst werden.

    Über die Freigabe des NFC-Chips können wir gern gesondert reden, aber die kleine Gebühr für ein technisch wirklich sehr ausgereiftes System sehe ich nicht als Wegelagerei.

    • @Modnerd:

      Die 0,15% als kleine Gebühr zu bezeichnen, wenn insgesamt nur 0,20% zu verdienen sind (PSD2), finde ich schon arg grenzwertig. 75% vom Kuchen für die Leistung, seine NFC-Schnittstelle zu öffnen, ist marktwirtschaftlich sicher gelungen…

  8. Mal so ein Überlegung. Würden wir heute über Mobilpayment disktuieren wenn Google oder Apple ihre Dienste nicht in Deutschland gestartet hätten?
    Eher nicht, die Banken würde weiterhin vor sich hin dümpeln. Wie angagiert z.B.die Sparkasse in Sachen kontaktloses Bezahlen ist, sieht man an ihrer NFC-MastroCard. Bei mir funktioniert sie noch nicht mal bei 50% der Terminals (warum auch immer). Die Sparkasse sagt, es liegt an der Terminals, die Ladenbesitzer sagt es liegt an der Sparkasse weil Karten von anderen Banken funktionieren. Nach zwei Monaten Kampf habe ich es aufgegeben und habe mir über Umwege ApplePay aktiviert.
    Seit knapp einem Jahr bin ich nun mit ApplePay unterwegs und kann überall dort zahlen wo vorher meine NFC-Mastro der Sparkasse abgelehnt wurde.
    Dazu geht ApplePay in Verbindung mit der Watch schnell und einfach. Da ist es mir ehrlich gesagt völlig Wurscht ob die Banken etwas von ihrem Gebürhenkuchen abgeben müssen. Vielleicht steigert es ja künftig ihren Sinn für uns Kunden und strengen sich etwas mehr an um dem Kunden den Service zu bieten den ich haben möchte.

  9. Der gute Herr Bender stellt hier massenweise absurde Behauptungen auf, scheitert meiner Ansicht nach aber letztendlich daran, diese dann auch sinnvoll zu begründen oder zu belegen.

    Muss er wohl auch nicht, wenn er das Ganze dann mal eben geschickt als „Rant“ klassifiziert. ¯\_(ツ)_/¯

  10. Zum Thema Gebühren hat die Financial Times für America 2014 schon die Gebühren für die Banken herausgefunden. Dort sind es 0,15%

    https://www.heise.de/mac-and-i/meldung/Apple-kassiert-angeblich-bei-Apple-Pay-Transaktionen-0-15-Prozent-von-den-Banken-2391405.html

    In den meisten Ländern in Europa wurden diese Zahlen +/-*x ähnlich von Händlerverbänden herausgefunden. Von Apple selber gibt es keine Zahlen dazu.

    Viele Grüße

  11. Ich sehe Apples geschlossenes System schon lange kritisch. Das US-Kartellamt hat früher mal IBM gezwungen, Hardware und Software nicht mehr zwingend zu bündeln. Warum gilt für Apple nicht dasselbe?

    Apple-Nutzer haben nur 1 Möglichkeit, Apps auf ihr Phone zu laden – aus dem Apple-eigenen App-Store, bei dem Apple herbe Provisionen kassiert (für nichts anderes als den Kundenzugang). M.E. ist es pures Verhindern von Marktwirtschaft, andere Marktplätze technisch auszuschließen.

    Und bei NFC passiert nun dasselbe. Apple könnte natürlich sehr wohl ein Akkreditierungsverfahren für Drittanbieter umsetzen und vertrauenswürdigen Anbietern den Zugriff auf NFC gewähren. Aber sie behalten den Zugriff lieber exklusiv ihrer eigenen Lösung vor.

    Es sagt ja niemand, dass Apple nicht Apple Pay anbieten sollte oder dass die Fans es nicht nutzen sollten. Wenn es so toll ist, dann wird es auch im Wettbewerb bestehen. Wenn Apple aber die eigene Hardware-Abteilung nutzt, um der eigenen Software eine Monopolstellung zu sichern, dann nutzt Apple eine Vormachtstellung im Markt aus.

    Ja, die Art der Vormachtstellung ist eine andere als die klassische „marktbeherrschende Position“. Plattformökonomien erzeugen eben neue Arten von Vormachtstellungen. Wenn die europäischen Kartellbehörden das nicht kapieren und ihr Mandat entsprechend ausweiten, werden „A FATBAG“ immer größere Teile der Wirtschaft zu Zwangsabgaben wie im Apple Store und bei Apple Pay zwingen. Schlicht, weil die Digital Titans den Kundenzugang oligopolisieren.

  12. Wie damals bei Paypal haben es die hiesigen Banken auch hier geschafft den Trend zu verschlafen. Apple ist vor vier Jahren in den Staaten mit ApplePay an den Markt gegangen. Man hatte also mehr als genügend Zeit, bevor Apple und Google ihr System etablieren, ein eigenes mPayment System zu schaffen.

    Jetzt, nachdem wir in DE als letzter endlich Apple- und GooglePay verwenden dürfen, bringen die Sparkassen und RaiBas ihre eigenen Apps auf den Markt und beschweren sich, dass dies auf Apples Plattform nicht funktioniert. Der Zug ist abgefahren, und ehrlich gesagt möchte ich auch gar keine Insellösung der lokalen Banken verwenden.

  13. Guten Tag zusammen,
    hallo Herr Bender,

    mehrere Punkte Ihrer Ausführungen lassen etwas vermissen – nämlich einen Blick auf die Vorteile und die Betrachtung hinter die Kulissen der Sparkasse(n).

    1. Die Sparkassen-Lösung arbeitet nicht kostenlos
    Damit „Mobiles Bezahlen“ funktioniert, muss die (jeweilige?) Sparkasse EDV-Kapazitäten bereitstellen.
    Diese müssen den Bafin-Anforderungen und anderen ISO-Anforderungen standhalten.
    Ob diese Kosten tatsächlich die Kosten von Apple Pay unterschreiten, ist nicht sicher.

    Für Apple Pay muss die Bank nur das vorhandene System etwas erweitern.

    2. Der Datenschutz ist bei Apple Pay höher
    Ja, auch wenn die Deutschen sehr gern immer nach Datenschutz rufen: Sie nutzen Payback. Warum? Sie haben etwas davon. Sie sammeln Punkte im Tausch gegen Daten.

    Bei Apple Pay haben die Nutzer auch einen Vorteil im Sinne des Datenschutzes.
    Bei der Zahlung werden
    – keine Namen angezeigt
    – keine echten Kreditkartendaten an das Terminal übermittelt
    – nur Tokens übertragen, welche die Bank als „valide“ anerkennen muss

    D.h.: Apple weiß nicht, wo wann was für wie viel gekauft wurde.
    Der Händler weiß nicht, wer man ist und kann auch keine Profile bilden.
    Nur die Bank kennt die Summe und den Betreiber des PoS.

    (vgl. https://medium.freecodecamp.org/how-apple-pay-works-under-the-hood-8c3978238324)
    Apple Pay ist seit 2014 auf dem Markt und es gibt keinen bekannten Hack – sogar mit Jailbreak scheint es unmöglich.

    Wie sieht das bei „Mobiles Bezahlen“ aus?
    Hier wird „klassisch“ eine Lastschrift ausgeführt.
    Hier kennen die Händler, der Issuer und die Bank alle Daten und können Profile bilden.

    Na super…

    3. Sicherheit
    Gegenüber einer „normalen“ Karte mit NFC hat man mit Apple Pay den Vorteil, dass für jede Zahlung (und sei es nur 1 Cent) eine Autorisierung per Code, Touch- oder Face ID notwendig ist.

    Zumal jede Zahlung per Push-Benachrichtigung nochmals visualisiert wird.

    Herr Bender, betrachten Sie nicht nur eine Seite.
    Das wirkt so unausgewogen, als seien Sie ein Fanboy der „anderen“ Seite.

    Natürlich ist Wettbewerb wichtig.
    Es sollte keinen Monopolisten geben. Weder Apple noch sonst jemanden.

    Aber: die Sparkassen haben keine Lust auf Wettbewerb.
    Sonst würden Sie Apple Pay anbieten und im Hintergrund:
    – weiter verhandeln über die Öffnung oder
    – das Girocard-System umbauen oder
    – die sehr günstige Mastercard Debit nutzen (wie N26 und Deutsche Bank), welche nur minimal (!) teurer als die Nutzung der Girocard ist

    Mit freundlichem Gruß
    Mario Saternus

    • Das sehe ich genauso.

      Darüber hinaus:
      – „Marktbeherrschende Stellung“ bei 20% Marktanteil (in DE) zu schreiben ist schon gewagt. Nebenbei ist das auch der Markt für Smartphones, _nicht_ für unterwegs bezahlen aka „Mobile-Payment“. „Mobile-Payment“ ist für _mich_ alles wie ich unterwegs bezahlen kann, also auch SMS-Ticket, EC-Karte, Kredit-Karte und Bargeld. Und so lange wie Bargeld akzeptiertes Zahlungsmittel bleibt (das sollte es imho immer) ist jegliches „Problem“ eh konstruiert. Es besteht _kein_ Anspruch aufs bezahlen mit Smartphone / Smartwatch. Ist es potentiell einfacher? Ja, genau wie oft mit EC-Karte. Besteht deswegen ein Anspruch, daran zu partizipieren? Nein.
      – Letzten Endes wird es die Einfachheit, also User Experience, regeln. Wie schon beim iPhone(-Prinzip) selbst auch. _Alles_ was die Banken (egal welche) selbst auf die Beine stellen, selbst _mit_ hypothetischem Zugriff aufs NFC-Modul, wird im Vergleich stinken. Und damit hat es sich auch schon. Von internationaler Nutzung müssen wir da erst gar nicht anfangen.
      – Die 30% (15% bei Subscriptions die länger als ein Jahr laufen) für App Store / Play Store sind imho _mehr_ als gerechtfertigt. Alleine weil ein normaler Benutzer heute _einfach_ Software aus _einer_ Quelle (Standardisierung) installieren kann. Das ist wie Container-Frachtschiffe vs Stückgutfrachter, einfach mal nachlesen, macht Spaß.
      – Google und Apple könnten sich nicht grundlegender im Datenschutz unterscheiden, sie dahingehend immer in einen Topf zu werfen ist einfach dumm: Für Google ist Daten verkaufen Kern des Geschäftsmodells (sie machen so, mit Werbung, >90% ihres Umsatzes), Apple hingegen macht sein Geld mit teurer Hardware (ebenso >90% afair) und hat konsequent Privatsphäre als Wettbewerbsvorteil erkannt.

  14. Pingback: Apple Pay schlägt weiter hohe Wellen, Yes gewinnt Sparkassen und Volksbanken als Investoren, Rückblick auf den App Promotion Summit.

  15. Ich frage mich jetzt gerade inwieweit die Sparkassenlösung „openBanking“ ist? Kann ich mit der Lösung auch von meinem DKB Konto bezahlen? Oder wie definiert sich „openBanking“?

  16. Sorry, da sind so viele Annahmen drin, die vom Artikel leider nur Apple Bashing übrigen lassen.

    Die Grundannahme: Die Banken müssen Zahlungsanbieter sein halte ich schon für Fragwürdig. Das ist nicht Aufgabe der Banken. Mir ist schon klar, dass über das Scheckwesen und ähnliche Konstrukte schon immer Zahlungslösungen angeboten wurden, aber Zeitgemäß ist da nichts mehr. Gerade die Banken in Deutschland haben hier auf ganzer Linie versagt. Damit meine ich nicht nur Bezahlungen über das Internet, die 20 Jahre lang komplett verschlafen wurden. Auch bei der Kartenzahlung wurde viel versammelt, sei es den Verlust des EC Logos, das Abzockwesen bei den Annahmestellen oder auch Internationalisierung des eigenen Kartenwesens. Sorry, aber den Banken möchte ich mein Payment nicht mehr überlassen.

    Wenn Apple einmal mehr aufweist, wie man solche Dinge modern lösen kann dann resultiert das eben einmal mehr aus der aktuellen Situation – die wir zwar für normal und akzeptabel halten – aber als poitivestes Attribut mit „Traditionell“ bezeichnet werden kann. Die ganzen Digitalen-Produkte die die Banken in den letzten Jahren herausgebracht haben, sind doch nur Symbole des Scheiterns. Es ist wirklich Schade um das Geld das hier mit Ahnungslosigkeit und Ohne Blick auf den Kunden verbrannt wird.

    Apple nimmt Geld. Aber als einer der wenigen Marktteilnehmer ist bei Apple klar wer Geld nimmt und wofür das Geld genommen wird. Dass dafür keine Gegenleistung angeboten wird stimmt nicht. Apple bietet eine Dienstleistung, vergleichbar mit der eines klassischen Kartenanbieters.und betreibt die Infrastruktur. Für viele ist diese Dienstleistung mehr wert, als die des Wettbewerbs (einfacher Ablauf).
    Jetzt zu behaupten dass andere kein Geld für die Dienstleistung nehmen halte ich nicht für redlich. Bei den Banken werden mitunter absurd hohe Beträge abgerufen. Google selbst verschleiert die Bezahlung der Dienstleistung maximal. Hier können viele Komponenten ausgemacht werden: Überlassung von Assets durch den Kunden (Daten), Indirekte Bezahlung (Kauf von beworbenen Gütern) oder auch einen einfachen Kredit (Jetzt wird in Verbreitung investiert, in Zukunft wird abkassiert). Sorry, aber da halte ich den Apple Ansatz für ehrlicher und das ist auch der Grund warum ich kein Google Wallet benutze und jetzt endlich auch an vielen Stellen auf PayPal verzichten werde wenn ApplePay eine alternative ist.

  17. Frisch zum Thema…. wird in der EU das alte Thema Anwendungsauswahl bei Zahlungsterminal erneut in der Fokus bringen. Wenn jemand bei meinen Terminal tap&Go machen will müsste er zwischen girocard contactless und apple pay mit Maestro eine Auswahl bekommen. Letzteres ist übrigens in DE wesentlich teurer
    „Apple Pay: mPayment-App Twint darf nicht mehr gestört werde – Nach Einschreiten der Schweizer Wettbewerbshüter will Apple sicherstellen, dass das Bezahlen per Twint-App nicht durch Apple Pay unterbrochen wird.“
    https://www.heise.de/mac-and-i/meldung/Apple-Pay-mPayment-App-Twint-darf-nicht-mehr-gestoert-werden-4254948.html

    Viele Grüße aus den Niederlanden

  18. Mir erscheint der Artikel bisweilen leicht tendenziös. Sei es drum – ein anderer Gedanke:
    Warum begreifen die deutschen Banken Apple Pay nicht als Chance? Neben Kundenbindung z.B. um die absurde Liebhaberei der Deutschen zu Bargeldzahlungen einzuschränken. Nach meinem Kenntnisstand sind die Transaktionskosten für Bargeldzahlungen auch für die Händler recht hoch. Die Rechnung macht nur niemand auf…
    Und die Kosten der Banken und Sparkassen für Aufbau, Instandhaltung und Belieferung (Werttransporte) des Geldautomaten-Netzes (GAA) sind m.W. doch auch noch immer erheblich. Diese könnten sich in Zukunft bei vermehrter Zahlung per Mobile-Payments (Erfolg auch in Deutschland vorausgesetzt) im Zuge eines Ausdünnen des GAA-Netzes reduzieren, sodass die „Wegelagerer-Gebühren“ von ApplePay nicht mehr ins Gewicht fallen.

    Oder verdienen Banken und besonders Sparkassen mir ihrem dichten GAA-Netz wohlmöglich so gutes Geld an den Zusatz-Gebühren für Bargeld-Zahlungen und -Versorgung, dass eine weitere der wenigen Einnahmequellen bedroht wäre?

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