Don´t panic, Mastercard

Kartengebühren unter Druck.

Mastercard ist mit einer Sammelklage konfrontiert.

Frühstückslektüre heute: „Milliarden-Schadenersatzklage gegen Mastercard“, übertiteln Handelsblatt und Spiegel Online eine Agenturmeldung – und damit wohl auch der ganze Rest. 16,7 Mrd. Euro Schadenersatz verlangt den Berichten zufolge eine US-Kanzlei vor einem Londoner Gericht von der Kreditkartenorganisation.

Es soll die größte Schadenersatzklage sein, die jemals in Großbritannien anhängig gemacht wurde. Der Haken: Es handelt sich um eine Sammelklage für britische Verbraucher. Mehr als die heutigen Schlagzeilen wird von der Klage daher wohl auch nicht übrig bleiben.  Weiterlesen

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Arnulf Keese wagt neues Kapitel

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Ex-PayPal-Deutschlandchef Arnulf Keese heuert bei e.Ventures an.

…und wechselt zum Wagniskapitalgeber e.ventures. Keese steigt als General Partner ein und rückt im europäischen Team damit an die Seite von Andreas Haug, Christian Leybold und Bernado Hernandez, wie das Unternehmen in einer Presseerklärung mitteilt. Auch wenn BargeldlosBlog im Grunde kein Forum für Personalmeldung ist, für den langjährigen PayPay-Chef Deutschland/Österreich/Schweiz mache ich gerne eine Ausnahme. Der 49-jährige Physiker kennt die ePayment- und eCommerce-Welt von innen wie hierzulande nur wenige – und er ist ein Quer- und Vordenker mit spannenden Thesen und interessanten Gedanken. Mit BargeldlosBlog sprach Keese über Venture Capital, Trends und Ideen. Weiterlesen

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MIF-Regulierung wirkt

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ibi research durchleuchtet Payment-Kosten von Onlineshops. (Foto: EZB)

Die im Dezember 2015 in Kraft getretene europäische Interbankenentgelt-Verordnung zeigt Wirkung. Die Deckelung der sogenannten „Multilateral Interchange Fees“ (MIF) auf 0,3 Prozent vom Umsatz bei Kreditkarten und 0,2 Prozent bei Debitkarten verbilligt die Kartengebühren für Händler auch im eCommerce erheblich.

„Die gesamten Kosten sanken um 33 Prozent, die direkten Kosten sogar um 62 Prozent im Vergleich zur Situation vor der Regulierung“, bilanzieren die Zahlungsverkehrsexperten von ibi research die Ergebnisse ihrer (überarbeiteten) Studie zu den Gesamtkosten von Zahlverfahren in Onlineshops. Weiterlesen

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Paydirekt auf Wiedervorlage

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Auch die Sparkassen können kaum Punkte für Paydirekt machen. (Grafik: Sparkassen)

Auch drei Monate nach dem (verspäteten) Einstieg der Sparkassen tut sich das Onlinezahlverfahren der deutschen Kreditwirtschaft Paydirekt nach wie vor schwer mit der Gewinnung von relevanten E-Commerce-Anbietern. Vom selbst gesteckten Ziel, die Hälfte der Top50-Webshops als Akzeptanten zu gewinnen, sind die Banken weit entfernt.

Neue Zusagen aus diesem erlauchten Kreis liegen lediglich von DocMorris und Mindfactory vor. Das geht aus einer internen Präsentation der Paydirekt-Projektgesellschaft der Sparkassen (GIZS) hervor, die BargeldlosBlog vorliegt und die eine Reihe weitere interessante Zahlen und Fakten zum Status quo von Paydirekt beinhaltet. Weiterlesen

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Aldi akzeptiert Amex

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Das blaue Wunder: Amex bei Aldi. (Foto: Payback)

Wer hätte das gedacht? Ich jedenfalls nicht. Vor ziemlich genau einem Jahr kündigte Aldi Nord per Pressemitteilung an, ab sofort kontaktlose Kartenzahlungen zu akzeptieren. Meine Einfältigkeit wollte damals noch nicht daran glauben, dass der Discounter-Primus auch Kreditkarten an der Kasse entgegennehmen werde. Und musste sich bereits eine Woche später eines Besseren belehren lassen. And if that weren´t enough: Seit vergangener Woche akzeptiert Aldi Süd nun auch noch American Express. Weiterlesen

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Die Qual mit der Anwendungsauswahl

"Sie haben die Wahl": Esso macht es vor. (Foto: @der_simon)

„Sie haben die Wahl“: Esso macht es vor. (Foto mit freundlicher Genehmigung von @der_simon)

Heute ist ein ganz besonderer Tag, liebe Freunde des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Und das nicht, weil es mir heute zum ersten Mal gelungen ist, endlich mal mit Payback Pay zu zahlen („Du musst drücken: Summe, andere Zahlungsweise und jetzt Payback Pay“) sondern, weil heute die europäische Interchange Fee Verordnung (IF-VO) vollends zur Geltung gekommen ist.

Die EU-Kommission freut sich wie Bolle und applaudiert in gewohnt verquaster Sprache ihrem eigenen Tun und Treiben in einer Pressemitteilung. Handel und Netzbetreibern in Deutschland bereitet die seit heute eigentlich notwendige Anwendungsauswahl weiterhin Kopfzerbrechen. BaFin und BMF schweigen.

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Die Karten neu gemischt

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Die wichtigste Grafik zu Zahlverfahren am POS (Quelle: EHI)

Die alljährliche Payment-Studie des EHI Retail Institutes bietet den besten Überblick zu den Umsatzanteilen der Zahlungsarten im stationären Handel und zur Sicht des Handels auf aktuelle Themen rund um den Zahlungsverkehrs am POS.

Die Ergebnisse der diesjährige Umfrage unter rund 500 Handelsunternehmen zeigt: die noch recht junge Regulierung der Interbankenentgelte hinterlässt schon deutliche Spuren im Markt. Doch auch neuer Regulierungsbedarf zeichnet sich bereits ab.  Weiterlesen

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Bundesbank tadelt Paydirekt-Banken

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Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele. (Foto: Magrit Jari)

Bundesbankvorstände kennen für gewöhnlich die hohe Kunst der diplomatischen Rede. Ihre Worte fallen schon mal auf die Goldwaage, die kleinste Nuance einer Formulierung kann Märkte erschüttern.

Bemerkenswert daher, was der für Zahlungsverkehr zuständige Bundesbankvorstand Carl-Ludwig Thiele jüngst in einer Rede über das Onlinezahlverfahren der Deutschen Kreditwirtschaft Paydirekt sagte. Weiterlesen

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Abschied von der EC-Karte

EC-Logo

Don’t call me „EC-Karte“, Baby. Die Markenrechte gehören Mastercard.

The Long Goodbye – oder manche Dinge bekommt man nicht aus dem Kopf. Tilly zum Beispiel. Ältere Semester kennen das noch: „Sie baden gerade Ihre Hände drin“, wusste die unvergessene Palmolive-Tante Tilly ihre Kundin zu überraschen.

Nach ähnlichem Muster funktioniert offenbar die Radio-Werbung für die Girocard, die nun endlich nicht mehr EC-Karte genannt werden möchte – aus gutem oder aber aus dringlichem Grund.

tl;dr: Warum die DK für Werbung für die Girocard macht und was das mit der Anwendungsauswahl und Mastercard zu tun hat.

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Marketing als Mysterium

Printwerbung für Paydirekt

Printwerbung im aktuellen SPIEGEL für Paydirekt.

Werbung muss ja bekanntlich dem Fisch stinken und nicht dem Wurm. Dennoch: Ich kapiere es nicht. In der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL findet sich eine ganzseitige Werbeanzeige für Paydirekt.

Absender: Die Volksbanken und Raiffeisenbanken Hessen?!. Adressat: Online-Händler, die mit Zahlungsgarantie, „gesicherten Käuferidentitäten, valider Altersprüfung und 100%itgen Schutz Ihrer Transaktionsdaten“ von der Attraktivität des neuen Zahlverfahrens überzeugt werden soll. Weiterlesen

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Paydirekt im Podcast

PaymentandbankingAndré M. Bajorat und Jochen Siegert haben mich zu ihrem #47 FinTech Podcast eingeladen. Gemeinsam haben wir Bilanz nach 150 Tage Paydirekt gezogen und versucht, die Marktchancen zu bewerten. Wie ist der Status nach dem Launch? Wo liegen die Probleme? Was ist gut? Wie kann es weitergehen? Diesen Fragen sind wir nachgegangen. Hier nachzuhören auf PaymentandBanking von André.

Zum Thema empfehle ich auch gerne nochmals den Beitrag „Paydirekt entspricht nicht den Marktanforderungen“. Und nun, liebe Leser und Hörer, schöne Ostertage! Weiterlesen

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Paydirekts prohibitive Preispolitik

Paydirekt

Paydirekt: Bislang ein Zahlverfahren in der Süßwaren- und Knabbernische.

Paydirekt ist bislang kein Onlinezahlverfahren, sondern eine Nischenanwendung von 30 Webshops. Für große Händler ist die Internet-Bezahlmethode der Deutschen Kreditwirtschaft aufgrund unattraktiver Gebühren uninteressant, wie der Bank-Blog in diesem Beitrag verdeutlicht.

Warum Paydirekt auch bei kleinen E-Commerce-Anbietern nicht zum Einsatz kommt, veranschaulichen die Ergebnisse unserer Umfrage. BargeldlosBlog veröffentlicht erstmals Gebührenvorstellungen der Paydirekt-Banken im KMU-Bereich und zeigt, warum von einem Vertrieb eigentlich noch gar nicht gesprochen werden kann. Die Preisstellung von Paydirekt ist prohibitiv, das Neukundenmanagement eine verlassene Servicewüste.

Doch mit Hilfe von „Task Forces“ der Kreditwirtschaft soll nun Alles besser werden. Weiterlesen

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Tap, Tap, Tap, Tap & Go

©ALDI SÜD_Kontaktlose Zahlung

Kontaktlos: „Ganz leicht, muss es nicht sein.“ (Foto: Aldi Süd)

Ab dem 9. Juni 2016 müssen Kartenzahler an der Ladenkasse auswählen können, welches Verfahren ihrer Karte zum Einsatz kommen soll: Girocard, Maestro, V-Pay oder ELV. Die sogenannte Anwendungsauswahl (oder „Application Selection“ (ApplSel)) ist Bestandteil der IF-Verordnung. Handel und EC-Cash-Netzbetreiber haben eine praktikable Lösung für die überflüssige Wahlfreiheit entwickelt. Doch Mastercard schießt quer.

tl:dr: Durch die Anwendungsauswahl droht Chaos an der Kasse. Das kontaktlose Bezahlen mit der Girocard könnte tot sein, bevor es das Licht der Handelswelt erblickt.

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Sparkassen mit Wunsch-PIN am GAA

2016-03-12 08.07.06Die Frankfurt-Sparkasse bietet (endlich) die „Wunsch-PIN“-Konfiguration für die Girocard (früher EC-Karte) am Geldautomat. Wie Vögelchen auf Twitter mir zwitscherten soll das seit Januar auch für Visa- und Mastercard-Karten funktionieren.

Auch die kommende NFC-Fähigkeit der Girocards für das kontaktlose Bezahlen soll künftig am GAA aus- und anschaltbar sein. So hat es die Deutsche Kreditwirtschaft mit den Datenschutzbeauftragten vereinbart, wie aus Bankkreisen zu vernehmen ist. Mal gespannt, was die Default-Einstellung sein wird. 🙂

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Paydirekt: Preise und Probleme

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Paydirekt: Was soll es kosten? Wo hapert es noch? (Foto: Paydirekt)

Ab April starten nun also auch die Sparkassen mit Paydirekt. Laut Geschäftsführer Niklas Bartelt sollen bei dem Internetzahlverfahren der Deutschen Kreditwirtschaft bereits 220.000 Nutzer registriert sein. Doch lediglich 26 Webshops bieten diese Bezahlmethode bisher an, die meisten davon wurden von ein und demselben Fulfillment-Dienstleister Office Direkt angebunden. D-Living, Paydirekt-Partner der ersten Stunde, gibt es nicht mehr. Die Bünting-Gruppe stellte das Online-Einrichtungshaus kurzerhand ein.

Was muss passieren, damit Paydirekt ein Erfolg wird? Das möchte BargeldlosBlog von Onlinehändlern erfahren. Welches Pricing wäre attraktiv, welche Probleme müssen behoben werden, um PayPal & Co. wirklich ernsthaft oder zumindest ein kleines bisschen Konkurrenz zu machen? Weiterlesen

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