Wer hat ApplePay das verraten?

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…Geodaten? Woher nimmt Apple die Transaktionsdaten, die ApplePay-Nutzer nach der Bezahlung angezeigt bekommen? Klar, vom Kartenscheme – also von Mastercard, Visa, Amex oder welche Karte auch immer hinterlegt wurde. Oder von der kartenausgebenden Bank (Issuer) oder direkt vom Prozessor, der die Transaktion technisch abwickelt. Denkste! Ein paar eigenwillige Tx-Anzeigen lassen etwas ganz anderes vermuten. Und das könnte böse Folgen haben. Weiterlesen

„Payment als Infrastrukturleistung zu Selbstkosten“

Ulrich Binnebößel, Zahlungsverkehrsexperte und Geschäftsführer im Handelsverband HDE

Zum Beitrag „Harte Zahlen zum Zahlen“ hat Ulrich Binnebößel einen Kommentar verfasst, der sich mit den aktuellen Fragen „Warum kleben plötzlich überall ApplePay-Akzeptanz-Aufkleber (AAA)?“, „Welches europäische Zahlungsverfahren könnte den GAFA trotzen hat Zukunft?“ und „Was lernen wir aus der Bundesbank-Studie zu Barzahlungskosten?“ beschäftigt. Den Kommentar veröffentlicht BargeldlosBlog im Folgenden als Gastbeitrag und willkommenen Diskussionsbeitrag: Weiterlesen

Harte Zahlen zum Zahlen

An astounding affair:
Aldi and Apple Pay.

Aldi wirbt derzeit massiv für Apple Pay. Mich nimmt das Wunder. Schließlich gehörte der Discounter 2005 quasi zu den letzten Händlern auf deutschem Boden, die die EC-Kartenakzeptanz einführten – einfach, weil den Mülheimern die Gebühren zuvor zu hoch waren.

Heute bewirbt Aldi ein Verfahren, dass auf Kreditkartenzahlungen beruht. Trotz der inzwischen erfolgten Regulierung der Kartengebühren aus Handelssicht immer noch eines der teuersten Zahlverfahren, wie auch eine unveröffentlichte Studie der Bundesbank zu Kosten und Geschwindigkeit der Zahlverfahren am POS belegt. Weiterlesen

56 Antworten für die Payment-Branche

Die geschätzten Kollegen von PayTechLaw haben sich den Spaß erlaubt und auf meine – nicht immer ganz ernst gemeinten – „100 Fragen an die Payment-Branche“ – nicht immer ganz ernst gemeinte – Antworten zu geben. Der 2. Teil des Brainstormings sozusagen. Ihre 56 Antworten finden sich hier.

Bei der Gelegenheit: Die EU-Kommission hat heute ein 570 Mio. Euro-Bußgeld gegen Mastercard verhängt, weil die Kartenorganisation Händlern vor 2015 den Zugang zu ausländischen Acquirern erschwerte bzw. unmöglich machte. Für die Kooperation erhielt MC einen Rabatt von 10 Prozent. In Sachen interregionale Interbankenentgelte von MC und Visa (Ami zahlt in EU-Land mit seiner unregulierten Kreditkarte) will die Kommission alsbald entscheiden.

100 Fragen an die Payment-Branche 2019

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Was bringt das Jahr 2019 der Payment-Branche? Keine Ahnung, aber Fragen gibt es genug. Statt eines Blicks in die Glaskugel daher mal wieder: Fragen, Fragen, Fragen. 100 – wahllose und nicht immer ganz ernstgemeinte – Fragen auf die der Payment-Markt in den kommenden zwölf Monaten vielleicht die ein oder andere Antwort geben wird. Unstrukturiert, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Ein Brainstorming.

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ApplePay ist digitale Wegelagerei

ApplePay-Alarm: Auch Aldi ist betriebsbereit.

Ja, ist denn schon Weihnachten? Für Apple-Fanboys und die Payment-Community fielen am 11. Dezember Weihnachten, Neujahr und Ostern auf einen Tag. Das Warten auf den Erlöser hatte endlich ein Ende: ApplePay startete in Deutschland.

Den Hype kann ich vielleicht noch nachvollziehen. Die Häme, die über die Banken ausgeschüttet wird, die sich Apple verweigern, allerdings nicht.

ApplePay ist digitale Wegelagerei – höchste Zeit, dass die Wettbewerbsbehörden eingreifen. Ausgerechnet die kleine Schweiz könnte dem globalen Giganten aus Cupertino schon bald die Stirn bieten – und eine Lawine lostreten. Weiterlesen

Sparkassen starten mobil durch

Handy-Zahlung: Wer es bei Aldi schafft, der schafft es überall.

Die gute alte „EC-Karte“ betritt das digitale Zeitalter. Am morgigen Montag um 9 Uhr werden die Bankleitzahlen von 308 der 385 Sparkassen für die App „Mobiles Bezahlen“ freigeschaltet. Sparkassen-Kunden können ihre Girocard (früher: „EC-Karte“) mit der App ins Handy packen und dann überall dort, wo „Girocard kontaktlos“ akzeptiert wird, mit ihrem Smartphone bezahlen.

Auch die Volks- und Raiffeisenbanken starten noch im August großflächig mit ihrer „Girocard Mobil“-Lösung. Die beiden Institutsgruppen verfügen in Deutschland mit Abstand über die größten Marktanteile im Girokontengeschäft. Sie wollen den „Mobile Payment“-Zug nicht verpassen und das Feld Apple, Google & Co. nicht kampflos überlassen.

Kommt nun der lang herbeigeschriebene erwartete Durchbruch für mobiles Bezahlen in Deutschland? Ein Praxistest und der Versuch einer Einschätzung. Weiterlesen

PayPal-Gebühren vor Gericht

Wie weit reicht das Surcharging-Verbot des § 270a BGB? (Foto: PayPal)

Seit gut sechs Monaten gilt in Europa ein weitgehendes „Surcharging-Verbot“. Händler, Dienstleister und im Grunde auch den Berliner Taxifahrern ist es seit dem 13. Januar 2018 verboten, für Kartenzahlungen, Lastschriften und Überweisungen Gebühren zu erheben. Der § 270a des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) regelt dies als nationale Umsetzung der EU-Zahlungsdienste-Richtlinie (PSD2).

Doch greift die Vorschrift auch für PayPal, Sofortüberweisung und andere Zahlverfahren, die in der Regelung nicht genannt sind? Dies soll nun vor Gericht geklärt werden. Die Wettbewerbszentrale führt dazu zwei Musterprozesse. Weiterlesen

Lastschrift per Tap&Go

Bei Aldi kann seit 2015 kontaktlos gezahlt werden, seit 2017 auch mit der Girocard. (Foto: Aldi Süd)

Kontaktlose Kartenzahlungen setzen sich auch im deutschen Einzelhandel langsam aber sicher durch. Der Siegeszug der NFC-Technologie wird für Händler, die auf das elektronische Lastschriftverfahren (ELV) setzten, jedoch auf Sicht zum Kostenthema. Sie wollen das berührungslose Bezahlen auch per Lastschriftverfahren abwickeln – am liebsten mit der gleichen Usability wie bei Kreditkarten und Girocard – ohne Unterschrift per „Tap &Go“. Weiterlesen

„Das Gegenteil dessen, was die PSD2 intendiert hat“

Ralf Gladis, CEO von Computop, über die Folgen von 2FA und PSD2.

Die Zeit läuft. Nachdem die Regulatory Technical Standards (RTS) zur starken Kundenauthentifizierung am 13. März von der EU-Kommission veröffentlicht wurden. Muss die sogenannte Zwei-Faktor-Autorisierung (2FA) bis zum 14. September 2019 für alle elektronischen Zahlungen in Europa umgesetzt werden – soweit kein Ausnahmetatbestand greift. Zu den Folgen der 2FA bzw. der PSD2 für Zahlverfahren, Paymentmarkt und Payment Service Provider befragte BargeldlosBlog Ralf Gladis, Gründer und Geschäftsführer von Computop. Weiterlesen

Litauen will Crypto Coin herausgeben

Geldmuseum Litauen (Foto: Bank of Lithuania)

Kein Aprilscherz: Die Litauische Zentralbank steigt in Kryptowährungen ein – mit einer digitalen Sammlermünze auf Basis der Blockchain-Technologie.

Das geht aus einer Presseerklärung der Bank of Lithuania hervor. Es wäre das erste virtuelle Zahlungsmittel, das von einem Mitglied des Eurosystems herausgegeben wird. Weiterlesen

Angriff auf Amex-Gebühren?

Der PayTechTalk zum „Amex“-Urteil des EuGH.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat zwei Urteile zu American Express und dem Verhältnis dieses sogenannten Drei-Parteien-Kreditkartensystems zur europäischen Interchange-Verordnung gefällt.

„Ein Drei-Parteien-Verfahren, das einen Co-Branding-Partner oder Vertreter einbezieht, unterliegt im Bereich der Interbankenentgelte den gleichen Beschränkungen wie Vier-Parteien-Verfahren“, heißt es in der Entscheidung, die auf eine Vorlagefrage des High Court of Justice (England & Wales) zurückgeht.

Im PayTechTalk-Podcast haben Frank Müller, Dr. Susanne Grohé, Dr. Hugo Godschalk und meinereiner die Urteile diskutiert. Sie könnten weitreichende Folgen für Amex auch in Deutschland, aber auch für andere Zahlverfahren und Payment-Konstellationen (zB: Payment Gateways) haben. Eine spannende Diskussion: Hört, Hört! 🙂

Die PSD2 – ein Theaterstück

PSD2: Die Würfel sind geworfen. Gefallen sind sie noch lange nicht.

Derzeit kann man den Eindruck gewinnen, vorrangiges Ziel der europäischen Zahlungsdienste-Richtlinie (PSD2) sei es, den Berliner Taxifahren und anderen Akzeptanzstellen Gebühren für Kartenzahlungen zu verbieten. Dabei ist die seit 13. Januar europaweit geltende „No-Surcharging-Rule“ eigentlich eine Spätfolge der Interchange-Verordnung von Ende 2015. Die PSD2 dagegen will und wird (1) den Zugang zum Bankkonto für Drittdienstleister (XS2A) öffnen und (2) das bargeldlose Bezahlen revolutionieren.

Wohin die Revolution führt, darüber rätseln naturgemäß selbst Experten und Payment-Päpste noch. Wie bei jeder Revolution ist am Beginn offen, welche Kräfte sich am Ende durchsetzen und wer von der neuen Ordnung profitieren wird. Und bei der PSD2 – soviel ist gewiss – stehen wir noch ganz am Anfang.

Ein Revolutionsdrama in sechs Akten. Vorhang auf: Weiterlesen

Erste Klage wegen Girocard-Gebühren

EC-Kartengebühren: Jet-Tankstellen GmbH klagt auf Schadenersatz.

Vor ziemlich genau einem Jahr berichtete die Fachzeitung „Bild am Sonntag“ über eine bevorstehende „Milliarden-Klage“ der US-Kanzlei Hausfeld gegen die deutschen Banken wegen angeblich überhöher Girocard-Gebühren.

Inzwischen ist eine erste Schadenersatzklage gegen die Spitzenverbände der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) von Hausfeld eingereicht worden, weitere stehen bevor, wie die Lebensmittel Zeitung berichtet. Zudem ist laut LZ auch eine andere Kanzlei in der Sache für mehrere Handelsunternehmen aktiv und steht kurz davor, ebenfalls Klagen einzureichen. Weiterlesen